Wohnbau mit zementgebundenen Baustoffen
Treppen.
 


 

Allgemeines

In allen Bauordnungen existieren umfangreiche Bestimmungen über die Ausführungen von Treppen, da sie ein wesentlicher Teil der Fluchtwege von mehr-
geschossigen Bauten sind.

Treppen sind vertikale Verbindungswege. In der Regel wird in den diversen Bauordnungen der Länder zwischen Haupttreppen und Nebentreppen unterschieden. Die Laufbreite von Haupt-
treppen beträgt bei Einfamilienhäusern meistens 1,00 m, bei Mehrfamilienhäusern ist die Laufbreite abhängig von der Anzahl der Personen, Mindestbreite 1,20 m.

In den einzelnen Bauordnungen gibt es in der Regel Erleichterungen bezüglich des Materials, sowie der Anforderung bzgl. des Brandschutzes für Einfamilienhäuser bzw. für Geschoßwohnungen, wobei hier die Anzahl der Hauptgeschoße begrenzt ist.

Im mehrgeschossigen Wohnbau bzw. für Gebäude mit größeren Menschenansammlungen sind brandbeständige Massivtreppen vorgeschrieben.

Aus Gründen der Schallübertragung (Trittschall) über flankierende Bauteile (Treppenhauswände) sind Treppen in Mehrfamilienhäusern akustisch zu entkoppeln.

Bei geraden Läufen erfolgt diese Maßnahme durch seitliche Trennung der Laufplatte von den Wänden.

Die elastische Lagerung der Laufplatten erfolgt auf Haupt- und Zwischenpodesten mittels Konsolen. Die Podeste sind mit einem Gehbelag auf einem schwimmenden Estrich auszustatten.

Eine weitere Möglichkeit, ist die elastische Lagerung der gesamten Konstruktion inklusive der Podeste im tragenden Mauerwerk mittels Konsolen und Ähnlichem; diese Lösung ist in Verbindung mit Fertigteiltreppen problematisch und eher für Ortbetontreppen geeignet.

Massivtreppen können entweder vor Ort betoniert oder aus Fertigteiltreppen konzipiert werden.

 
         
 
 
 
 
         
     
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