Wohnbeton
Bauproduktekennzeichnung in Europa und Österreich
 


Baustoffliste ÖE

• erarbeitet vom OIB - Österr. Institut für Bautechnik

• notifiziert durch EU mit Notifikationsnummer 2002/80/A und 2004/204/A

• 2. Ausgabe vom OIB - Österr. Institut für Bautechnik aufgrund der Ermächtigung der Bundesländer gemäß
  Art.4, Abs.1 der Vereinbarung gemäß Art 15a BV-G über die „Verwendbarkeit von Bauprodukten“ und
  deren  landesrechtlicher Umsetzung in den einzelnen Bundesländern am 01.12.2004 als Verordnung mit    sechs- bzw. zwölfmonatiger Übergangsfrist erlassen und in allen Bundesländern, ausgenommen im
   Bundesland Burgenland, kundgemacht :


• Sonderheft Nr. 3 des OIB - Österr. Institutes für Bautechnik für Kärnten
• Sonderheft Nr. 3 des OIB - Österr. Institutes für Bautechnik für Niederösterreich
• Amtliche Linzer Zeitung – Folge 25 vom 10.12.2004 Oberösterreich
• Salzburger Landes-Zeitung – Nr. 34 vom 24.12.2004 Salzburg
• Grazer Zeitung, Stück 52a vom 23.12.2004 Steiermark
• Auflage beim Amt der Tiroler Landesregierung (kundgemacht
   im Boten für Tirol, Nr. 215/2004) Tirol
• Sonderheft Nr. 3 des OIB - Österr. Institutes für Bautechnik Vorarlberg
• Sonderheft Nr. 3 des OIB - Österr. Institutes für Bautechnik Wien

Übergangsfristen gemäß den Koexistenzperioden in den einzelnen technischen Spezifikationen
(hEN, ETAG)


2. Ausgabe in Kraft seit 20.12.2004:
  siehe „www.oib.or.at - Baustoffliste ÖE - Verordnung über die Baustoffliste ÖE vom
  1. Dezember 2004 - Bemerkungen & Baustoffliste ÖE“

3. Ausgabe in Vorbereitung
   siehe „/www.oib.or.at - Baustoffliste ÖE - 3. Ausgabe der Baustoffliste in Vorbereitung
   (Neu!!) - Notifikationsvorlage"

• legt für Bauprodukte, für die europäische technische Spezifikationen (hENs, ETAGs bzw. ETAs) vorliegen,
  auf Basis der Ergebnisse der Œ-Konformitätskennzeichnung für Österreich

       • den Verwendungszweck,
       • die zu erfüllenden Klassen und Leistungsstufen sowie
       • Leistungsanforderungen und Verwendungsbestimmungen der Bundesländer in
         Zusammenhang mit Vorschriften, die außerhalb des Anwendungsbereiches der
         Bauprodukten-richtlinie liegen, fest.


TOP



Angaben in der Baustoffliste ÖE

Beispiel:

1. Mörtel und Beton

1.2 Beton- und Mörtelzuschläge

 

Lfd.
Nr.

Europäische technische Spezifikation
des Bauproduktes
Fund-
stelle
Auf Basis der Ergebnisse der CE-Kennzeichnung
gemäß Richtlinie 89/106/EWG für Österreich
kundgemachte(r)
Titel
Num
mer
Ausgabe-
datum
bzw.
Geltungs-
dauer
(von –
bis)
Verwend
ungs-
zweck
Klassen
und
Stufen
Leistungs-
anforderungen
und
Verwendungs-

bestimmungen
1.2
Beton- und Mörtelzuschläge
1.2.1
Gesteins-
körnun-
gen für
Beton
EN
12620:
2002.09+
AC
2004.05
ÖNORM
EN 12620
(2004.09)
Für die Herstellung
von Beton
zur Verwendung
in Gebäuden,
Straßen und anderen
Ingenieur
bauten
Anlage
A 1.2.1
Anlage A 1.2.1


Tabelle 5-1: Angaben in Baustoffliste ÖE (Beispiel)


Übereinstimmungsnachweise
:
Der Nachweis, dass das Bauprodukt den Anforderungen des Regelwerkes entspricht, hat entsprechend
den in der jeweiligen Europäischen technischen Spezifikation geforderten Art und Weise zu erfolgen.

TOP

 

Baustoffliste ÖE fordert derzeit CE - Zeichen für folgende Bauprodukte :


1 Mörtel und Beton

1.1 Bindemittel
1.2 Beton- und Mörtelzuschläge

2 Verbindungs- und Befestigungsmittel
2.1 Metalldübel

3 Bauprodukte aus Glas
3.1 Glasfassaden

4 Bauprodukte für den Ausbau von Gebäuden
4.1 Treppen
4.2 Bauprodukte aus Gips

5 Dämmstoffe für den Schall- und Wärmeschutz

5.1 Dämmstoffe aus pflanzlichen/tierischen Fasern (entsprechend europäischer technischer Zulassungen)
5.2 Werksmäßig hergestellte Dämmstoffe (entsprechend harmonisierter europäischer Produktnormen)
5.3 Wärmedämm-Verbundsysteme

6 Produkte für den Straßenbau und allgemeines Tief- und Ingenieursbau

6.1 Gesteinskörnungen für den Straßenbau

7 Bausätze für den Fertig(teil)hausbau

7.1 Holzrahmenbauweisen
7.2 Blockbauweisen

8 Bauprodukte für Wände
8.1 Nichttragende Innenwände
8.2 Nicht lasttragende verlorene Schalungsbausätze/-systeme

9. Flächenbefestigungen

9.1 Flächenbefestigungen aus Beton
9.2 Flächenbefestigungen aus Naturstein
9.3 Flächenbefestigungen aus Lehm, Ton

10 Lager
10.1 Lager (entsprechend harmonisierter europäischer Produktnormen)

Die jeweiligen Europäischen technischen Spezifikationen, Anwendungsbereiche, Stufen und Klassen sowie Leistungsanforderungen und Verwendungsbestimmungen für die einzelnen Bauprodukte sind der jeweils gültigen, beim

OIB - Österr. Institut für Bautechnik

Schenkenstraße 4,
1010 WIEN,
[Tel. +43 (1) 533 65 50,
Fax: +43 (1) 533 64 23,
e-mail: mail@oib.or.at,
homepage: www.oib.or.at - Baustoffliste ÖE - Verordnung über die Baustoffliste ÖE vom 1. Dezember 2004 - Bemerkungen & Baustoffliste ÖE“

zu entnehmen.


TOP

 

Verwendbarkeit von Bauprodukten gemäß Baustoffliste ÖE

Bauprodukte, für die europäische technische Spezifikationen vorliegen, dürfen verwendet werden, wenn sie
diesen entsprechen bzw. nur unwesentlich davon abweichen und den in der Baustoffliste ÖE und
zugehörigen Anlagen A (Produktspezifische Verwendungsbestimmungen und Leistungs-anforderungen) und
B (Allgemeine Anforderungen) kundgemachten Leistungsanforderungen und Verwendungsbestimmungen
der Bundesländer für den vorgesehenen Verwendungszweck ent-sprechen und die
Œ-Konformitätskennzeichnung tragen.

Zu der Anlage B 1 -
„Gefährliche Substanzen“ und den darin enthaltenen Festlegungen wird festgehalten:


Eine Deklaration für jene Produkte, für die harmonisierte Normen vorliegen, müsste eine ausführliche
Deklaration der gefährlichen Substanzen in der Œ-Konformitätskennzeichnung mit enthalten, ohne den Bezug
zu nationalen Anforderungen tatsächlich berücksichtigen zu können. Das heißt, es wären Deklarationen
erforderlich, die in keinem Verhältnis zu den nationalen Anforderungen stehen und damit für den Hersteller
auf dem Markt eine materiell vollkommen unbegründete Benachteiligung darstellen können. Daher wurde eine
Regelung derart formuliert, dass eine Deklaration nur dann erforderlich ist, wenn die relevanten nationalen
Anforderungen eben nicht erfüllt werden. Diese Deklaration hat auch, da es sich um eine rein nationale
Maßnahme handelt, neben und nicht in der Œ-Konformitätskennzeichnung zu erfolgen. Die zusätzliche
Angabe "andere gefährliche Stoffe nicht enthalten" ist überhaupt nur dann erforderlich, wenn eine
Anforderung nicht erfüllt ist. Der Referenzrahmen ist in der gegenständlichen Regelung klar angegeben. Da
diese Regelung für den Wirkungsbereich der Länder gilt, ist es aus kompetenzrechtlichen Gründen nicht
möglich, die "bundesrechtlichen Vorschriften" erschöpfend aufzuzählen. Der angegebene Verweis ist in
diesem Fall als Hinweis zu verstehen. Weiters wird auf die europäische Datenbank bei der Europäischen
Kommission hingewiesen, die diesbezügliche Informationen enthält.


TOP


Œ – Konformitätskennzeichen

Die Kennzeichnung der Übereinstimmung von Bauprodukten mit europäischen technischen Spezifikationen
erfolgt nach erfolgreicher Durchführung des Übereinstimmungsnachweises mit der
Œ-Konformitätskennzeichnung. Diese ist nach Ende des in der Baustoffliste ÖE angeführten
Koexistenzzeitraumes verpflichtend.

Eine rechtmäßige Konformitätserklärung bzw. ein rechtmäßiges Konformitätszertifikat berechtigt den
Hersteller eines Bauproduktes, die Œ-Konformitätskennzeichnung auf dem Produkt selbst, auf einem am
Produkt angebrachten Etikett, auf der Verpackung oder auf den kommerziellen Begleitpapieren anzubringen.

Form und ergänzende Angaben zur Œ-Konformitätskennzeichnung sind in der Bauprodukten-richtlinie
89/106/EWG und den zugehörigen Umsetzungsvorschriften festgelegt. Es gelten die landesgesetzlichen
Bestimmungen jenes Bundeslandes, in dem der Hersteller seinen Sitz hat.

Die Buchstaben Πsind in einzelnen gesetzlichen Vorschriften und der Bauproduktenrichtlinie mittels
Schriftbild dargestellt.


Œ-Konformitätskennzeichen



Beispiel für die Angaben der CE-Konformitätskennzeichnung für Mauersteine aus Beton der Kategorie I, die für alle möglichen Verwendungszwecke vorgesehen sind.

 

 ZURÜCK    TOP